Mozart bei Tisch
In seinen Kompositionen – vor allem in Opern – gab Mozart dem Thema Essen und Trinken detailreich Platz. Er beschrieb auch in seinen Briefen ausführlich seine Essenserfahrungen, worin er keineswegs nur Nahrungsaufnahme sah, sondern auch ein kulturelles wie soziales Erlebnis.
Das Mozarthaus Vienna präsentiert „Mozart bei Tisch“ – eine Sonderausstellung die weltweit das erste Mal diese Thematik im Detail aufgreift. Kuratiert wurde diese Schau von Frau Prof. Dr. Ingrid Fuchs und Herrn Prof. Dr. Dr.h.c. Otto Biba.
Foto: © Mozarthaus Wien
Der Altpiaristner Otto Biba (MJg 1964) ließ es sich nicht nehmen, eine Spezialführung durch „seine Ausstellung“ zu leiten und die Teilnehmer/-innen mit Geschichten und G’schichtln rund um Mozart zu verwöhnen und zu erstaunen.
Fotos: © Günter Braun
Als Künstler war Mozart oft zum Essen eingeladen: In kaiserlichem, fürstlichem, adeligem, groß- und kleinbürgerlichem Ambiente, daheim wie auf Reisen. Er speiste nicht immer großartig, auf Reisen manchmal sogar erbärmlich.
Er aß zuhause, hatte dafür Personal, im Familienkreis wie mit Gästen. Er besuchte Wirtshäuser und Restaurants aller Klassen, um dort zu essen, sich zu unterhalten, zu spielen und komponierte dort auch, sogar für Wirtshausmusikanten. Oft waren Säle von Gaststätten seine Auftrittsorte als Pianist wie Komponist – auf Reisen wie in Wien.
Die Ausstellung stützt sich streng auf Fakten und Dokumente, hauptsächlich Briefe und Musikalien. Was man über und von Mozarts Tischerlebnissen, Ess- und Trinkgewohnheiten weiß, wird zu vergleichbaren zeitgenössischen Bild- und Textquellen in Beziehung gebracht, um für den Besucher ein lebendiges Bild entstehen zu lassen.
Foto: © Mozarthaus Wien
Otto Biba, früherer Direktor von Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde, vermittelte anschaulich die Esskultur jener Zeit, die eng mit der Musikkultur verbunden war.
Details zur Ausstellung und den Öffnungszeiten auf der Webseite des Mozarthauses.